Filtertechnik

Filtertechnik und ihre Applikation bei Wasserfiltern und Trinkwasserfiltern

Wasser ist eins der stärksten Lösungsmittel und in der Lage zahllose Stoffe in sich aufzunehmen. Das macht den Einsatz von Filtertechnik zur Herstellung von Trinkwasser für den menschlichen Gebrauch unumgänglich. Nach offiziellen Schätzungen entlässt die Industrie allein täglich über 6 Millionen petrochemische Substanzen in die Umwelt. Dazu kommen medizinische Stoffe die durch Krankenhäuser und deren Patienten in den Wasserkreislauf gelangen. Und natürlich nicht zu vergessen, der stetig wachsende Verbrauch von landwirtschaftlichen Chemikalien, welcher allein schon den Einsatz von Filtertechnik fordert.

Angefangen bei Verunreinigungen durch das Erdreich aus welchem  das Wasser gefördert wird, bis hin zu feinst auftretenden Chemikalien aus Landwirtschaft und Industrie, kann die richtig eingesetzte Filtertechnik ein klares, sauberes und gut trinkbares Wasser hervorbringen.

Je nach Anspruch an das Endprodukt, werden in der Filtertechnik mehrere Stufen der Wasserfilterung aneinandergereiht:

 

Sedimentfilterung

Die sogenannte Sedimentfilterung ist meist die erste Stufe der Filtertechnik und kümmert sich um die Ausspülung, oder das Sammeln von sichtbaren oder auch feinst auftretende physikalische Teilchen. Auch die Rückspülfilterung ist Teil dieser Filtertechnik-Stufe. Der Rückspülfilter ist dafür zuständig die gröbsten Verunreinigungen wie Sand, groben Rost und Kies, welche oft mit dem frisch gepumpten Wasser aus dem Erdreich kommen, auszuspülen.

Feine Sedimentfilter werden als Vorstufe für den Einsatz von Aktivkohle eingesetzt um deren frühzeitige Verstopfung zu vermeiden.

 

Aktivkohlefilter

 

Zumeist aus Kokosnussschalen hergestellt ist Aktivkohle molekular offen und hat somit die Tendenz andere Stoffe an sich zu binden. Durch das spezialisierte Verfahren der Herstellung wird Aktivkohle superporös. Mit einer Oberfläche von bis zu 3000 m² pro Gramm steht uns eine Fußballfeld große Oberfläche pro Gramm zur Verfügung. Das bedeutet, dass bei einem durchschnittlichen Wasser der Filter aufgrund von auszufilternden Chemikalien kaum jemals gesättigt werden kann.

Ein notwendiger Austausch der Aktivkohle-Filterelemente findet meist ausschließlich wegen der sich natürlicher Weise ansammelnden Mikroorganismen statt und sollte alle sechs Monate durchgeführt werden.

Aktivkohlefilter entfernen unter anderen folgende Stoffe aus dem Trinkwasser:

Hormone, landwirtschaftliche Chemikalien wie Pestizide, Medikamentöse Chemikalien der Pharmaindustrie, Chlor, Schwermetalle und vieles mehr..

Es ist leichter die Stoffe aufzuführen welche Aktivkohle nicht filtern kann:

Nitrat, Nukleare Isotope und im Wasser gelöste Mineralien.

Mehr zum Thema Aktivkohle finden Sie in meinem gesonderten Beitrag : Aktivkohle und ihr Einsatz

Im folgenden Video von Kai Sackmann bekommen Sie sehr bildlich erklärt warum Trinkwasser-Filterung nötig ist und welche Filtertechnik dafür eingesetzt wird.

 

Leave a reply